Erster Event-Ausflug

 

 

 

Wedel: Am Mittwoch, dem 5. September 2018, versammelte sich unsere Start-Up Klasse ‚Campus Events‘, gegen 9:45 Uhr, am wedeler Bahnhof. Unsere Klassenlehrerin Frau Rude holte uns ab, ließ uns allerdings komplett im dunklen was das Ziel unseres kurzen Marsches anging. Es wurde spekuliert, ob wir schwimmen gehen, tanzen oder doch in den Weltraum fliegen würden. Letzteres sorgte für die meiste Begeisterung. War jedoch auch am wenigsten zu erwarten.

Die Falten auf unseren Stirnen, durch das angestrengte Nachdenken und das unbewusste Stirnrunzeln, glätteten sich jedoch, als wir vor der Tanzschule Riemer standen. Einige stöhnten genervt auf, andere freuten sich und wieder andere fingen aus Angst vor dem bevorstehendem Kalorienverbrennen an zu weinen. Frau Rude beruhigte uns so gut sie konnte und führte uns in einen großen Raum mit einer breiten Spiegelwand. Dort wartete bereits unser Tanzlehrer Marcel.

Er führte uns auf die Tanzfläche, Jungs und Mädchen gespalten. Die Geschlechtergruppen standen sich gegenüber. Marcel studierte mit uns ein paar Discofox-Tanzschritte ein. Nachdem er sich vergewissert hatte das wir alles verstanden hatten, teilte er jedem einen Tanzpartner des anderen Geschlechts zu. Frau Rude und Marcel stellten sich in die Mitte der Tanzfläche, fassten sich an den Händen und begannen uns den ‚Discofox‘ vorzutanzen. Marcel hörte gar nicht auf zu erklären und zu grinsen. Nun waren wir an der Reihen. Anfangs hatte fast jeder Schüler Hemmungen der Schülerin vor ihm seine Hände zu reichen. Doch auch nicht jedes Mädchen war zu Beginn bereit, ihr Hände in die seine zu legen. Vor allem weil die meisten Jungs einfach viel kleinere Hände hatten als die Mädchen. Einige Minuten und Überzeugungsarbeiten später, wurden die Tanzschritte ohne Musik mit dem Partner wiederholt und bis zu dem Zeitpunkt war es auch nicht mehr als das. Alle zwei Minuten blieben die Mädchen stehen und die Jungs gingen im Uhrzeigersinn ein Mädchen weiter. Nach dem zweiten Wechsel, dachte Marcel anscheinend er wäre ein DJ, denn er fing an Musik über die Lautsprecher abzuspielen. Also wechselten wir schnell den Partner – manchen rannten förmlich voreinander weg, andere hätten Pausenlos so weiter tanzen können – und tanzten zur Musik. Jetzt kam auch mehr Elan in das ganze Geschehen. Als jeder Junge mal mit jedem Mädchen getanzt hatte, wurde die Musik gestoppt und Marcel kam mit Frau Rude wieder auf die Tanzfläche. Sie zeigten uns eine Erweiterung der Schritte, von denen die wir bereits gelernt hatten.

Stellen sie sich am besten eine Gruppe von Jugendlichen vor, die alle gleichzeitig verstummt und mit der Kinnlage bis zum Boden auf einen Punkt im Raum starren, die Blicke verängstigt und unsicher.

Ein Bild für die Götter, richtig?

Frau Rude drehte sich und drehte sich, Marcel hielt ihre Hand in die Luft. Das erste Problem bestand darin den Takt der Musik zu halten, das zweite, die Jungs zu überreden auch mal eine Drehung in den Tanz einzubauen. Umso länger wir mit einander tanzten, desto sicherer wurden wir. Es wurde die Richtung gewechselt, improvisiert und gedreht was das Zeug hielt. Die Hüften wackelten im Takt und die Gesichter strahlten.

Als der letzte Song endete ließ uns Marcel in die Pause. Die Jungs stellten sich danach in eine Reihe und die Mädchen sollten einen Jungen zum Tanzen auffordern. Die Mädchen zogen erst los, als sich eine traute und Marcel ein paar Mädels sanft nach vorne schubste.

Die besten sind sonst weg!“ So motivierte er sie. Den Discofox ließen wir hinter uns und begannen mit den Standartschritten des Walzers.

Um nicht so viel Kontakt mit dem anderen Geschlecht zu haben, hielten wir uns wieder nur an den Händen.

Musik und ein starker Trommelschlag machten uns das Tanzen – und vor allem das im Takt bleiben – leichter. Eins, zwei, drei. Eins, zwei, drei. So zählten wir mit. Im Kopf oder auch laut.

Nach einem Song für den Walzer, stellte Marcel uns eine sehr interessante Choreografie vor, machte mit uns die Schritte uns schmiss und sofort ins kalte Wasser. Wir schüttelten, klatschten und drehten uns zu dem Lied ‚Clap Snap‘ von dem Elektro-Pop Duo‘ Icona Pop‘. Marcel rief uns in die Sitzecke und spendierte uns Kekse und Capri Sonne. Wir saßen in Grüppchen für etwa 15 Minuten, bis

Frau Rude anfing Zettel für ein Tanzquiz auszuteilen. Wir hatten zehn Aufgaben und zu jeder gab es drei Tanzmöglichkeiten. Die beiden gaben uns ein paar Stichwörter zu jedem Tanz und legten auch schon los. Frau Rude und Marcel wetzten über den Boden, drehten und wendeten sich und waren definitiv in ihrem Element. Wir saßen derweilen am Rand, damit unsere beiden Stars die Tanzfläche für sich hatten und kreuzten fleißig an. Es war wundervoll mit anzusehen, selbst wenn jeder Tanz nur höchstens eine Minute dauerte. Sie tanzten und tanzten. Rumba, Salsa, Jive, Quickstep, Cha Cha Cha, Discofox, Wiener Walzer.

Nach dem Quiz ging auch für uns Schüler wieder die Post ab. Unser DJ Marcel spielte wieder

‚Clap Snap‘ und wir tanzten uns die Füße wund. Unangenehmer Weise wurde unsere überaus interessante Choreografie auf Band festgehalten. Unsere Begeisterung darüber hielt sich in Grenzen, da man beim Anschauen dieses Videos, Gefahr lief, wegen unseres fehlenden Talentes, zu erblinden.

Zum Schutz der Gesellschaft und uns selbst, wird dieses Video niemals die weiten des Internets erblicken. Hoffentlich.

Um von ihrem Lachanfall und der vor Stolz geschwellten Brust über unsere Choreo abzulenken, verteilte Frau Rude kleine Pappverkleidungen um uns damit zu fotografieren. Vielleicht bekommen sie diese Bilder ja mal zu sehen.

Nach unserem Fotoshooting, war allerdings auch Ende im Gelände. Mit unsere Einzelstunden war Schluss. Die Trauer war groß, Tränen flossen und irgendwo in der Ferne heulte ein Wolf.

Wir hatten an diesem Tag sehr viel Spaß, womit nur sehr wenige gerechnet hätten.

Es war einmalig, wir hatten ausnahmslos alle Spaß, wurden in die Handlung mit eingebunden und hatten ein Buffet. Alles Voraussetzungen für ein wundervolles Event.

Verfasserin: Annie Abels

 

 

 

 

 

 

 

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